Das Konzert der Musikschule des Eifelkreises Bitburg Prüm im Haus Beda war ein herausragender Erfolg. Der Festsaal des Kulturhauses konnte nicht alle Besucherinnen und Besucher fassen als Simon Wangen am Cello den ersten Teil des Konzertes eröffnete. In dieser ersten Hälfte traten junge fortgeschrittene Solisten der MdE auf und repräsentierten einen breiten Querschnitt der Ausbildungsarbeit der Musikschule. Durch das Programm führte Herbert Fandel. Begleitet von Oxana Gilz interpretierte Simon Wangen Werke von G.F.Händel mit großer Bühnenpräsenz und Musikalität. Kompletten Artikel lesen

Besucherandrang bei der ersten ,Langen Nacht der Musik” im Botanischen Garten der Universität

MAINZ. Was kann einer Freiluft-Premiere in diesem Sommer Besseres passieren als das: Blauer Himmel, Abendsonne – mehr brauchte die erste ,Lange Nacht der Musik im Botanischen Garten’ nicht. Fast nicht. Denn was wäre ein Sommerfest ohne Gäste. Doch auch darum mussten sich die Veranstalter, die Fachbereiche Musik und Biologie der Universität Mainz, keine Sorgen machen. Dann schon eher diejenigen, die sich wegen des großen Ansturms in einer langen Schlange am Eingang zu gedulden hatten.
Wer endlich drin war, wurde umgehend musikalisch belohnt: Die Big Band unter der Leitung von Ed Partyka legte mit dem abwechslungsreichen Programm ,Greetings from New York’ ordentlich vor. Johannes Lindt am Sopransaxofon groovte ordentlich in ,Ding Dong Ding’ und Holger Fröhlich am Tenorsaxofon in ‘Don’t get sassy’, während sich die Band an das herrliche Timbre der Sängerin Nicole Gafron im schmusigen Bossa , Alone together’ schmiegte. Dieser Auftakt war perfekt -und der Abend noch lang.
Das Programm hielt weiter, was es versprochen hatte. Zwischen Papyrusstauden und Rosen konnte man den Klängen von Flöten oder dem virtuosen Spiel der Geigerin Annette Hohmann mit einer Sonate von Eugène Ysaye folgen, lud in ,Himalaja, Westasien’ die Märchenecke zur Vorlesestunde ein. Eduard Wollitz begeisterte dort mit Michael Endes ,Der Teddy und die Tiere’ und seiner beruhigenden Erzdälerstimme.
Man habe wohl die Qual der Wahl, hatte Universitätspräsident Jörg Michaelis in seiner Begrüßung voraus gesagt – er behielt Recht: Kaum war der erste Ton der Violinsonate erklungen, warteten schon die Mädels von den ,Swinging 8′s” mit Teddybären vor der Brust, ,Mr. Sandman’ oder dem alten Klassiker ,Lalelu, nur der Mann im Mond schaut zu”. Wie passend, denn ganz allmähhch ging dazu die Sonne unter, richteten sich die Scheinwerfer auf Pfirsichbaum und Veilchen, tauchten den Garten in violettes, pinkes, oranges Licht.
Als die letzten Trompeten, Posaunen, Querflöten verstaut waren, präsentierte die Gruppe ,Erdbeerfeld’ Songs ihrer ersten CD, beschallten sie das ,Atlantische Nordamerika’ des Gartens mit Elektro-Chansons. Raffinierte Beats, abgemischt mit Vogelgezwitscher und Wasserplätschern, wurden live durch Schlagzeug (Sascha Wild), Saxofon (Ralph Schmidt), Geige, Gesang (Susanne Feld) und – weniger raffinierten – Zeilen wie , Ratlos Reise durch schallfreien Raum” ergänzt. Am Ende der ersten ,Langen Nacht” blieb nur eines: Der Wunsch nach einer Fortsetzung.

Quelle: Mainzer Rheinzeitung Franziska Richter